Die Historie der königlich
privilegierten Adler-Apotheke

1720

In Pinneberg wird zuerst 1720 eine Apotheke urkundlich erwähnt. In ihr richtet Apotheker Johann Christian Albrecht an den König in Kopenhagen ein Gesuch um Gewährung eines Schuldenmoratoriums:

... Euer Königl. Majestät geruhen Ihnen hierdurch alleruntertänigst vortragen zu lassen, was gestalt ich vor ungefähr 6 Jahren... mit damaliger Obrigkeit Konsens mich zu Pinneberg gesetzet, an welchem Orte... vor diesem niemals ein Apotheker gewesen, seine Kunst ex professo gelernet, daselbsten eine ganz neue Apotheke angeleget, zu welcher Etablierung und Anschaffung derer Medicamenta ich Gelder auf schwere Interessen von guten Leuten habe aufnehmen müssen und also bereits in das 6. Jahr allhie als Kgl. Untertan in Ruhe und Frieden gelebet.

Obgleich er fleißig gearbeitet habe, könne er doch seine Gläubiger nicht befriedigen. Aus diesem Brief geht hervor, dass in Pinneberg seit 1714 eine Apotheke bestand. Das Moratorium wird ihm unter dem Datum vom 19.06.1720 erteilt und ist wie viele alte Dokumente aus der Apothekengeschichte im Besitz der Adler-Apotheke: Hierin heißt es:


"Daß derselbe sich fernerhin als Apotheker in Pinneberg samt den Seinigen aufhalte, daselbst und in andern unsern Reichen und Landen, andern unsern Untertanen gleich, zulässigen Handel und Gewerbe treiben, und der bisher gemachten Schulden halber von seinen Creditoren weder in- noch außerhalb gerichtsbelanget werden soll."


Trotzdem änderte sich an der schlechten wirtschaftlichen Lage der Apotheke offensichtlich nichts.

1755

 1755 richtet Joachim Hinrich Braun ein Gesuch an den König von Kopenhagen: er sei gesonnen, statt des nach Segeberg gehenden Apothekers Rasch eine Apotheke auf der Dingstätte anzulegen und einzurichten und bitte daher um ein "Privilegium exclusivum".


Am 14.04.1755 wird es ihm von König Frederik V. erteilt und muss als das tatsächliche Privileg der Adler-Apotheke angesehen werden, da sich alle später erteilten Extensionen ausdrücklich auf dieses Dokument berufen. Durch diese Urkunde wird Braun privilegiert und berechtigt,


"dass er seine erlernte Apothekerkunst auf der Pinneberger Dingstätte treiben und des Endes in einer von ihm einzurichtenden Officin alle einer Apotheke gehörigen Medicinalia und Waren teilhaben und verkaufen möge. Diesem nächst soll außer dem Impetranten auf der Dingstätte wie auch in der Verwaltung Hatzburg und der Haus- und Waldvogtei niemanden erlaubt sein, die zur Apotheke privative gehörigen Waren in loco teilzuhaben."

1758

Aber auch dieses neu erworbene Privileg kann an der schlechten wirtschaftlichen Situation der Apotheke wenig ändern. Auf die Bitte Brauns, ebenso wie die anderen privilegierten Apotheker von der damals üblichen Einquartierung befreit zu werden, antwortet ihm der Landdrost in einem Schreiben vom 10.11.1758:

"... da aber in praesenti feststeht und Supplicant nimmer in Abrede zu stellen vermag, dass er seine Apotheke nur als eine Nebensache tractire, hingegen der Treibung anderer bürgerlicher Nahrung sich insbesondere angelegen sein lasse, im Massen er allerhand Kram- und Hökerwaren und insbesondere Käse, Butter, Honig, Öle, Tran, Seife, Tee, Kaffee und was dergleichen mehr ist, zum feilen Verkaufe hält, auch oft und vielfältig selbst zugestanden und eingeräumet, dass er lediglich davon seinen Unterhalt habe, hingegen aber von Medicinal- und Apothekerwaren ein gar Weniges absetze..."

Das Gesuch wird schließlich abgelehnt, die Apotheke also nicht als vollwertig anerkannt.
Braun machte Konkurs, und den Besitz erwarben nacheinander F.A. Eckermann, Otto Flor und H.W. Zimmermann. Bei der Übertragung des Privilegs auf Christian Segnitz im Jahre 1820 erscheint zum erstenmal der Zusatz:

1820

Braun machte Konkurs, und den Besitz erwarben nacheinander F.A. Eckermann, Otto Flor und H.W. Zimmermann. Bei der Übertragung des Privilegs auf Christian Segnitz im Jahre 1820 erscheint zum erstenmal der Zusatz:


..."insofern durch spätere allgemeine Verfügungen hierin keine Abänderungen getroffen werden", was sich auf den Fortfall von Vergünstigungen bezieht, wie sie früher allgemein den Apothekern zustanden.

1854

Nach G.W. Radicke und G.Chr. Barth erwirbt 1854 G.C.Ewes die Apotheke. In die Confirmation und Extension seines Privilegs wird der Zusatz aufgenommen:


"Auch hat der Impetrent sich in vorkommenden Fällen wegen der Auslegung des Privilegiums der Entscheidung unseres Ministeriums für die Herzogtümer Holstein und Lauenburg zu unterwerfen."

1875–1882

Danach wechselt die Apotheke schnell die Besitzer:

1875 K. Claussen

1879 Dr. J.H.P. Schulz

1882 Otto Paulsen, dessen Familie noch heute in Pinneberg lebt.

Eine neue Ära!

1893

Unter diesen nicht eben günstigen Voraussetzungen - die sehr starke Fluktuation der vielen Besitzer vor ihm, verbunden mit der neuen Auslegungsfähigkeit des Privilegs - wird die Apotheke am 06. Juni 1893 von Albert Ernst Eduard Schoenemann übernommen, dem es gelingt, erstmals in ihrer Geschichte eine Epoche der Kontinuität und Stabilität einzuleiten.

1862 in Neustettin in Pommern geboren, kam er nach seinem Studium in Marburg an der Lahn im Jahre 1893 von Wismar nach Pinneberg.

Albert Eduard Schoenemann

Wir haben erfahren, wie schlecht es um die wirtschaftliche Entwicklung der Apotheke stand - in welchem Missverhältnis die Rentabilität zur Höhe des Kaufpreises und zu dem Kostenaufwand für das Privileg stand. So ist es erklärlich, dass der Neubeginn schwer war! Ein Provisor, der auch im Apothekenhause wohnte, war neben einem Hausknecht die einzige Hilfskraft.


Da die Adler-Apotheke bis kurz vor dem 2. Weltkrieg die einzige in Pinneberg war und ihr Privileg sich auf die Gebiete bis an den Stadtrand von Uetersen, Elmshorn, Eidelstedt und der Elbgemeinden wie Blankenese und Othmarschen ausdehnte, hatte sie 24 Stunden Dienstbereitschaft, und das an 7 Tagen in der Woche!


Wenn man dazu berücksichtigt, dass die verordneten Arzneien nicht aus fertigen Spezialitäten, sondern überwiegend aus individuell anzufertigenden Rezepturen bestanden, muss man zu der Überzeugung gelangen, dass die Arbeitswoche des Apothekers in der Tat ausgefüllt war! Selbstverständlich war sonnabends bis in die späten Abendstunden hinein geöffnet, während am Sonntag noch einmal ein besonderes Arbeitspensum bewältigt werden musste: aus den benachbarten Baumschulen kamen die Arbeiterinnen, um sich an ihrem einzigen (!) freien Tag in der Woche mit den notwendigen Medikamenten zu versorgen.


Aber noch herrschte nicht die Hektik unserer Tage, und so fand Albert Eduard Schoenemann immer noch Zeit, sich kommunalen und gesellschaftlichen Belangen zu widmen. Manchen alteingesessenen Pinnebergern ist seine Persönlichkeit noch in lebendiger Erinnerung. Eine beneidenswerte Gesundheit befähigte ihn, die Apotheke selbst in hohem Alter noch einmal zu führen, als der Sohn zu Wehrdienstübungen und nach Ausbruch des Krieges als Stabsapotheker eingezogen wurde.

1915

Durch den 1. Weltkrieg war schon die stetige wirtschaftliche Entwicklung der Apotheke unterbrochen worden, viel härter aber traf es die Familie persönlich: 1915 fiel der älteste Sohn Karl in Frankreich - ein Schicksalsschlag, der jahrelang das Familienleben überschattete. Nach den beiden Töchtern Anni und Else, die später auch großes Interesse für den Apothekerberuf zeigten, wurde 1906 der jüngste Sohn Albert in Pinneberg geboren, der sich nach seinem Abitur für das Studium der Pharmazie entschied.

1934

Die Praktikantenjahre absolvierte er in der Schwan-Apotheke in Hamburg, nach den Studienjahren in München und Bonn folgte ein Assistentenjahr in Deutschlands ältester Apotheke in Trier.

1934 trat er in die väterliche Apotheke ein und heiratete im selben Jahr Annemarie Jensen aus Hadersleben, die gerade zum Doktor der Philosophie promoviert worden war.

1942

1942 übernahm Albert Schoenemann die Adler-Apotheke. Auf seine Initiative hin war sie zwei Jahre vorher, am Tage des ersten Luftalarms in Pinneberg, am 18. November 1940 von ihrem ursprünglichen Standort in der unteren Dingstätte in die zentrale Lage zwischen Drostei und Rathaus verlegt worden.


Unter schwierigsten Bedingungen wurde gerade noch vor Kriegsausbruch der 1. Teil des Gebäudekomplexes in der Dingstätte fertiggestellt, der später auf die Bismarckstraße und die Straße Am Rathaus ausgedehnt und mit seinen zahlreichen Arztpraxen, Krankenkassen, einem Reformhaus und einem Optikergeschäft zu einem Zentrum für die Gesundheitspflege wurde.

1945

Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges lagerte Albert Schoenemann wegen der Gefahr eines Luftangriffs auf Pinneberg eine komplette Apotheke nach Bevern aus, um die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung auch im Katastrophenfall weiterhin sicherstellen zu können. Wiederum hatte ein Krieg die Entwicklung der Apotheke unterbrochen: 1945 begann nun in 2. Generation ein erneuter Aufbau- nicht weniger schwierig als der erste!

Die ru­hi­ge Zeit der Grün­der­jah­re war end­gül­tig vor­bei.


Un­ter Al­bert Schoe­ne­mann er­lang­te die Apo­the­ke im Lau­fe der Jah­re ei­ne Be­deu­tung, von der sich noch der Va­ter kei­ne Vor­stel­lung hät­te ma­chen kön­nen.


Zu­ver­läs­si­ge und tüch­ti­ge Mit­ar­bei­ter er­mög­lich­ten ihm spä­ter, be­ruf­li­che In­ter­es­sen auch au­ßer­halb der Apo­the­ke wahr­zu­neh­men: das führ­te zur Grün­dung der "AQUI­LA", ei­ner Ver­triebs­fir­ma für Test­se­ren und Iden­ti­täts­kar­ten zur Blut­grup­pen­be­stim­mung. Nach sei­nem Ein­tritt in die Stan­des­po­li­tik ge­hör­te er so­wohl in der Apo­the­ker­kam­mer als auch im Apo­the­ker­ver­ein Schles­wig-Hol­stein bald dem Vor­stand an und be­stimm­te jahr­zehn­te­lang die Stan­des­po­li­tik ent­schei­dend mit.


Dar­über hin­aus lei­te­te er als Phar­ma­zie­rat Apo­the­ken­re­vi­sio­nen und Prü­fun­gen von Apo­the­ker­prak­ti­kan­ten. Auf dem wirt­schaft­li­chen Sek­tor war er Mit­be­grün­der der Apo­the­ken­ge­nos­sen­schaft "NORD­AG" und 25 Jah­re ihr Auf­sichts­rat­vor­sit­zen­der.

Die­se ver­schie­de­nen Tä­tig­kei­ten wur­den durch zahl­rei­che Aus­zeich­nun­gen ge­wür­digt:


- die Gol­de­ne Eh­ren­na­del der Lan­des-Apo­the­ker­kam­mer 

- die Ha­ge­dorn-Me­dail­le

- die Schul­ze-De­litzsch-Me­dail­le

- die Ver­lei­hung des Bun­des­ver­dienst­kreu­zes am Ban­de


Von den drei Töch­tern der Fa­mi­lie Schoe­ne­mann ent­schie­den sich Mar­gret und Re­na­te für ein Spra­chen­stu­di­um, wäh­rend die jüngs­te, Sig­rid, den Be­ruf ih­res Va­ters wähl­te. Nach dem Abitur an der Elsa-Brandström-Schule in Elmshorn-Pinneberg besaß vorher noch kein eigenes Gymnasium! - folgten zwei Praktikantenjahre in der Apotheke des Allgemeinen Krankenhauses Hamburg-Rissen und in der Schwan-Apotheke in Hamburg, wo auch der Vater praktiziert hatte.

1964-1967

Nach dem Vorexamen 1964 begann sie - wie schon der Großvater - in Marburg an der Lahn mit dem Studium der Pharmazie, das sie 1967 mit dem Staatsexamen abschloss.

Zwei Jahre vorher hatte sie Hartmut Schwartz geheiratet. Geboren 1941 in Leipzig, besuchte er nach der Flucht der Familie bis zum Abitur die Bismarckschule in Elmshorn. Den anschließenden Dienst in der Bundeswehr beendete er 1962 als Leutnant der Reserve.

1968-1972

Nach seinem pharmazeutischen Praktikum in der Anker-Apotheke in Uetersen und in der Apotheke des Allgemeinen Krankenhauses Hamburg-Heidberg studierte er bis zum Staatsexamen 1968 ebenfalls in Marburg. Dort wurde er wissenschaftlicher Assistent am Pharmazeutischen Institut der Universität und promovierte 1972 bei Prof. Böhme mit einer Arbeit über die Isatinchemie zum Dr.rer.nat. Daran schloß sich ein Studium der Lebensmittelchemie an, das er 1973 mit dem Staatsexamen abschloss.

1967-1981

1967, 1968, 1977 und 1981 wurden die vier Kinder Christopher, Sonja, Michael und Alexander geboren. 1974 trat Sigrid Schwartz-Schoenemann als approbierte Apothekerin in die väterliche Apotheke ein, Dr.Hartmut Schwartz als Mitinhaber. Unter seiner Leitung begann in der 3. Generation die Modernisierung des Betriebes. Seine Ideen hierzu verwirklichte er in dem bald darauf begonnenen, großzügigen Umbau der Apotheke, in dem eine glücklich Synthese aus Funktion und Tradition gelang.

3. Generation die Modernisierung des Betriebes

Bewusst wurde auf die letzte Stufe der Rationalisierung, die auch den Umbau der Offizin mit einbezogen hätte, verzichtet, weil man das Bild der alten Apotheke erhalten wollte. Dagegen wurden sämtliche Funktionsräume, die sich über 3 Etagen erstrecken, neu gestaltet, das umfangreiche Warenlager wurde mit modernsten technischen Einrichtungen völlig neu konzipiert. Von hier befördert eine Rohrpostanlage auf schnellstem Wege Medikamente in die Offizin.

Hinzu kam auch ein modernes Untersuchungslabor, das die physikalischen und chemischen Qualitätsprüfungen der unzähligen Drogen und Chemikalien wesentlich erleichterte. Besonderes Gewicht wurde wieder auf die Entwicklung und Herstellung von Präparaten im eigenen Labor gelegt und die Apotheke auch auf diesem Wege wieder ihrer traditionsgebundenen Bestimmung zugeführt. Dass dem wachsenden Bedürfnis des Patienten nach natürlichen Heilmitteln entsprochen werden kann, bestätigt ein Blick auf den Teeboden und in die Materialkammer, wo fast alle gebräuchlichen Heilkräuter gelagert werden.

     

Auch außerhalb des eigentlichen Apothekenbetriebes besann man sich auf Traditionen: Anknüpfend an die vor Jahren von seinem Schwiegervater ins Leben gerufene "Aquila" gründete Dr. Schwartz jetzt die "Aquila Transfusionsbedarf GmbH".

1999

1999 wur­de mit dem lan­ge ge­plan­ten Ge­ne­ral­um­bau der Apo­the­ke be­gon­nen, wo­bei dies­mal auch die Aus­sen­fas­sa­de kom­plett um­ge­stal­tet wur­de. Auch jetzt war es das Ziel, trotz weit grei­fen­der Mo­der­ni­sie­rungs­mass­nah­men an al­te Tra­di­tio­nen an­zu­knüp­fen.


So wur­de in der Of­fi­zin viel war­mes Holz ver­ar­bei­tet, die In­tar­si­en­wand der al­ten Apo­the­ke wur­de nach auf­wän­di­ger Re­stau­rie­rung kom­plett wie­der ein­ge­setzt, und die nost­al­gi­schen Schrän­ke fan­den ih­ren Platz in der er­wei­ter­ten Tee­ab­tei­lung, der sog. Ma­te­ri­al­kam­mer, in der 1. Eta­ge.


Besondere Beratungsräume, in denen auch alle Arten von Gesundheits - Checks durchgeführt werden können, wurden als Teil der großzügig erweiterten Offizin eingerichtet. Um die Leistungsfähigkeit und den hohen technologischen Standard der Apotheke durch eine unabhängige Kommission dokumentieren zu lassen, unterzog man sich im Jahre 2001 der vom TüV abgenommenen Qualitätssicherungsprüfung nach QMS und erwarb als eine von wenigen Apotheken in Deutschland das Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:2000    

2000

Dass die Apotheke während der langen Umbauzeit von fast einem Jahr nicht einen Tag geschlossen werden musste, ist sicherlich der logistischen Meisterleistung des Architekten und der nie ermüdenden Motivation unserer engagierten Mitarbeiter zu verdanken! 

Leider konnte Albert Schoenemann, der die Pläne mit großem Interesse begleitet hatte, die Fertigstellung des Projektes nicht erleben. Er starb im Februar des Jahres 1998 im Alter von 91 Jahren.
   

1987 hatte Sigrid Schwartz eine Apotheke im Pinneberger Stadtteil Waldenau eröffnet.
Sie wurde im Jahre 2000 vom ältesten Sohn Christopher übernommen, der sich als einziger der Geschwister für den Apothekerberuf entschieden hatte. Nach dem Abitur am Pinneberger Brahms - Gymnasium und anschließendem Wehrdienst studierte er ein Jahr Chemie in Amerika, bevor er mit dem Pharmaziestudium in Marburg begann, das er 1993 mit dem Staatsexamen abschloß. 1994 heiratete er die Apothekerin Maren Schindele und war dann einige Jahre wissenschaftlicher Assistent an der Lübecker Medizinischen Fakultät. Nach der Geburt der drei Kinder in den Jahren 1995, 1997 und 2000 nahm auch Maren Schwartz ihre Tätigkeit in der Apotheke Waldenau wieder auf.

Wenn wir zum Schluss noch einmal zurückblicken auf das Jahr 1893, in dem Albert Schoenemann sen. mit nur einem Provisor den Aufbau begann, so können wir mit Dankbarkeit feststellen, dass die Mahnung unseres Sinnspruchs:


HORA RUIT - die Zeit fließt - im Laufe der Jahrzehnte als Ansporn verstanden wurde, sich veränderten Situationen anzupassen und bei aller Wahrung überlieferter Traditionen den Fortschritt nicht aus den Augen zu verlieren.

Dass die Adler - Apotheke bis zum heutigen Tage ein- wenn auch sehr erweitertes - Familienunternehmen geblieben ist, zeigt sich an der großen Zahl langjähriger Mitarbeiter. Einige haben uns 40 Jahre und länger die Treue gehalten, andere werden demnächst auf eine 30 bzw. 25 jährige Betriebszugehörigkeit zurückblicken können! Wir sind uns dankbar bewusst, dass ohne die tatkräftige, einsatzfreudige Mithilfe aller unserer Mitarbeiter die heutige Leistungsfähigkeit nicht zu erreichen gewesen wäre!